Unsere Betriebsweise im Telegramm
Kombinierte Zander Magazinimkerei mit Flachzargen. (Überwinterung 2 Zargen bzw. Zander+Flachzarge.)
Wir setzen im Frühjahr zügig auf, teilweise mit Zargenwechsel wenn es die Volksstärke erlaubt. Die erste zügige Revision mit Stärkebeurteilung erfolgt meist schon im März. Schwächlinge die aber willigen Brutansatz zeigen (Gastvölker St 3-) werden den stärksten Völkern (Wirtsvölker 1+) über Absperrgitter aufgesetzt und verbleiben dort zwischen 3 bis max.5 Wochen. Je nach Wetter wird in der zweiten Aprilhälfte kurz vor der Kirschblüte durch aufsetzen erweitert. (Wir haben viele alte Zuckerahorn in der Umgebung.) Dabei werden die erstarkten 3er Gastvölker am Standort belassen und die Wirtsvölker bekommen einen neuen Platz mit neuem Bodenbrett. Mittlere Völker (St 2) bekommen den Aufsatz bis 8 -10 Tage später. Ab Anfang Mai wird nur noch von unten je nach Bedarf erweitert, wobei wir zunehmend Wert darauf legen die Völker nicht zu hoch werden zu lassen. Völker die als Anbrüter vorgesehen sind werden schon jetzt eng gehalten. Die Zucht erfolgt durch umlarven in nur einreihige Zuchtrahmen die unten keine Querleiste besitzen. Wir verwenden neben Apidea auch noch EWK`s die sich nach wie vor bewähren. Allerdings haben wir sie verändert durch eine Aufstiegssperre für die Königin und die Futterabteile sind für flüssiges Futter geeignet. (Nachfütterung am Stand). Begattet wird sowohl auf der Belegstelle als auch am Stand. ( F1) Gegen Ende Mai beginnen wir mit der (6 Waben) Ablegerbildung wobei alle wertvollen Schwarmweiselzellen verwendet werden. Die Ableger werden mit nur einer Brutwabe erstellt und entwickeln sich als Kernvölker von selbst. Stehen die ersten Stand-, oder RZ Königinnen zur Verfügung werden auch Kunstschwärme damit gebildet. Die Schleuderung ist meistens (aber nicht immer) gegen Ende Juli vorbei. Den Standvölkern und frühen Ablegern wird zur Überwinterung der eigene Honig belassen. Mit Zucker werden nur etwaige Defizite, meist bei später erstellten Ablegern ergänzt.
Wildbau in den hohen Bodenbrettern wurde früher um diese Zeit ausgeschnitten aber es hat sich bewährt ihn zu belassen bis zum Frühjahr. Behandelt wird mit AS von unten. Stoßartig bei geeigneter Temperatur mit dem Schwammtuch so zeitig als möglich. Da zeitgleich mit der Abschleuderung auch die Wintereinheiten erstellt wurden haben die Bienen jetzt Ruhe. Eine zweite AS Behandlung erfolgt noch in der zweiten Augusthälfte. Früher gab es noch einen Dritte im September aber wir experimentieren damit, diese entfallen zu lassen.
Jedes Volk bekommt in der Saison 2-4 Leerrähmchen für Wildbau. Die Drohnenbrut wird aus unbefriedigenden Völkern entfernt und diese auch umgeweiselt. Starke BK dürfen fallweise Königinnen nachziehen. Dabei wird die offene Brut ausgeschnitten und nur die Verdeckelte belassen.
Ein Stück Eiwabe (bzw.WZ falls vorhanden) von einem Zuchtvolk wird natürlich eingesetzt. Eingeschmolzenes Entdeckelungswachs und Wildbau wird gesondert aufbewahrt (z.b.für Kosmetik) und wenn genügend vorhanden ist wird der Wabenbau daraus erneuert. Bereits die erste untergesetzte Zanderzarge mit MW im Mai ist vorgesehen als Winterzarge. Die Waben stammen aus der abgelaufenen Saison, sind meist mittelbraun und für die Überwinterung optimal.Wir halten die Carnica für die hier angepasste, heimische Biene und halten nur wenig von Fremdrassen und genetischen Experimenten. Da wir nicht wissen können was sich in der Luft so alles „herumtummelt“ bedienen wir uns geeigneter Belegstellen und F1 Hybriden.
FBI
Viele, ich glaube sogar die meisten Imker die sich in einem Forum informieren wollen oder wertungsfreie Gespräche mit Anderen mögen - sind längst auf der Welle von modernen, naturbezogenen Arbeitsmethoden unterwegs. Wenn sie uninteressiert wären - dann wären sie nicht hier (oder in einem anderen Forum).
Sie sind nicht - oder auch noch nicht zertifiziert - was nichts anderes bedeutet - als eben an keinen speziellen Club gebunden. Warum auch immer.
Die Clubregeln der einzelnen Zertifizierer sind recht ähnlich und unterscheiden sich meist nur in Details.
Über diese Details kann man sich unterhalten - ist ja auch der Sinn eines Forums - und ich denke solche Gespräche werden die allgemeine Situation für die Bienen nur verbessern können. Das ganz natürliche Anliegen eines jeden Imkers.
GBI - sind dann eben bereits Gebundene Bio Imker - die haben ihren "Hafen" gefunden wo sie sich wohlfühlen.
GBI`s und FBI`s - können einander ergänzen - und ich halte ihren Erfahrungsaustausch für sehr fruchtbar - solange es kein Glaubenskrieg ist.
Geht`s doch Beiden um dasselbe. BIENEN
